Excerpt from: Die Waffenunsres Kampfes:
Aus dem Englischen von Beatrice Mantock
Lektion Neununddreissig:
Daran sollt ihr merken, dass mich der Herr gesandt hat
Es gab noch ein weiteres gewaltiges Wunder, das Mose
vollbrachte, als er die Israeliten aus Ägypten herausführte. Und wieder ist der Ablauf der Ereignisse klar: Zuerst
erhielt Mose das Wort des Herrn und somit dessen Auftrag für ihn. Mose hörte im Glauben zu und glaubte die
Offenbarung. Dann, mittels Gabe des Wirkens von Wundern, liess er auf sein eigenes Wort hin das Unmögliche
geschehen. Der Herr befahl es. Mose sagte es. So geschah es.
Aber der HERR sprach zu Mose: Recke deine Hand aus über das
Meer, dass das Wasser wiederkomme und herfalle über die Ägypter, über ihre Wagen und Männer. Da reckte Mose seine
Hand aus über das Meer, und das Meer kam gegen Morgen wieder in sein Bett, und die Ägypter flohen ihm entgegen. So
stürzte der HERR sie mitten ins Meer. Und das Wasser kam wieder und bedeckte Wagen und Männer, das ganze Heer des
Pharao, das ihnen nachgefolgt war ins Meer, so dass nicht einer von ihnen übrigblieb. Aber die Israeliten gingen
trocken mitten durchs Meer, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken. (2. Mose
14:26-29)
Die Reaktion der Leute muss ähnlich gewesen sein wie in dem
Bericht des Matthäusevangeliums.
Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Was ist
das für ein Mann, dass ihm Wind und Meer gehorsam sind? (Matthäus 8:27)
Die Schrift enthüllt Gottes Absicht hinter diesem
Wunder.
Und die Ägypter sollen innewerden, dass ich der HERR bin,
wenn ich meine Herrlichkeit erweise an dem Pharao und an seinen Wagen und Männern. (2. Mose
14:18)
So sah Israel die mächtige Hand, mit der der HERR an den
Ägyptern gehandelt hatte. Und das Volk fürchtete den HERRN, und sie glaubten ihm und seinem Knecht Mose.
(2. Mose 14:31)
Während vierzig Jahren führte Mose sein Amt in der Wüste aus
und vollbrachte zu Gottes Ehre ein Wunder nach dem anderen. Doch trotz dieses scheinbar unbestreitbaren Beweises
für die Hand Gottes über seinem Leben, sah sich Mose fast ununterbrochen der Opposition seines eigenen Volkes
gegenüber. Der Aufstand von Korachs Leuten ist dafür vielleicht das dramatischste Beispiel, und es lohnt sich,
diesen bei unserer weiteren Untersuchung der Gabe vom Wirken von Wundern zu betrachten.
Und Korach, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kehats, des Sohnes
Levis, dazu Datan und Abiram, die Söhne Eliabs, und On, der Sohn Pelets, die Söhne Rubens, die empörten sich gegen
Mose, dazu zweihundertundfünfzig Männer unter den Israeliten, Vorsteher der Gemeinde, von der Versammlung berufen,
namhafte Leute. (4. Mose 16:1-2)
Korach war äusserst eifersüchtig auf das Ansehen, das Mose in
den Augen der Israeliten genoss. Wo er auch hinging, hörte Korach, wie jemand einen Streit mit den Worten „Also,
Mose hat gesagt …" klärte, und jedes Mal, wenn er es hörte, ergrimmte Korach vor Entrüstung:
„Ich sollte derjenige sein, der dieses Volk anführt. Ich bin viel
geeigneter dafür als dieser Mose."
Wie die Kohlen die Glut und Holz das Feuer, so facht ein
zänkischer Mann den Streit an. (Sprüche 26:21)
Während Monaten hatte Korach still daran gearbeitet, Moses
Regierung zu untergraben. Hier und dort liess er ein Wort in die Konversation einfliessen, erkundete das Terrain
und fand heraus, wie es um die Loyalität der Leute stand. Mit einem leisen Wink oder leicht erhobenen Augenbrauen
liess er die anderen wissen, dass dieser Mose ihn gewiss nicht beeindrucken konnte. Er ermutigte die anderen, ihre
Beschwerden doch auch auszusprechen. „Wie die Kohlen die Glut", so fachte Korach in der Gemeinde Israel Streit an
und schreckte nicht davor zurück, himmlische Mächte zu lästern.
… am meisten aber die, die nach dem Fleisch leben in
unreiner Begierde und jede Herrschaft verachten. Frech und eigensinnig, schrecken sie nicht davor zurück,
himmlische Mächte zu lästern … (2. Petrus 2:10)
Schliesslich, nachdem er eine in seinen Augen einschüchternde
und mächtige Bande von Nachfolgern versammelt hatte, konfrontierte er Mose.
Und sie versammelten sich gegen Mose und Aaron und sprachen
zu ihnen: Ihr geht zu weit! Denn die ganze Gemeinde, sie alle sind heilig, und der HERR ist unter ihnen. Warum
erhebt ihr euch über die Gemeinde des HERRN?
(4. Mose 16:3)
Die Rede war so gefertigt, dass sie den Anschein hatte, als
wäre sie an Mose gerichtet, doch in Wahrheit war sie für die Ohren der Gemeinde: „Die ganze Gemeinde, sie alle sind
heilig - nicht nur du, Mose! Wer bist du, dass du uns sagst, was wir zu tun haben? Was fällt dir ein, zu denken, du
seist besser als wir?" Lassen Sie sich jedoch nicht täuschen: Korach hatte nicht die Absicht, in Israel eine
demokratische Gesellschaft aufzubauen. Wie es viele Politiker heutzutage tun, so versuchte auch Korach, sein wahres
Bestreben hinter der Tarnung der Volksverbundenheit zu verstecken. Er wollte diese Autorität für sich selbst
haben.
Als Mose das hörte, fiel er auf sein Angesicht und sprach zu
Korach und zu seiner ganzen Rotte: Morgen wird der HERR kundtun, wer ihm gehört, wer heilig ist und zu ihm nahen
soll; wen er erwählt, der soll zu ihm nahen. Dies tut morgen: Nehmt euch Pfannen, Korach und seine ganze Rotte, und
legt Feuer hinein und tut Räucherwerk darauf vor dem HERRN. Wen dann der HERR erwählt, der ist heilig. Ihr geht zu
weit, ihr Söhne Levi! (4. Mose 16:4-7)
Mose war verblüfft über diese Anschuldigungen. Nicht nur
versuchte Korach, Gottes Herrschaft an sich zu reissen, er tat es auch, indem er Mose und dessen Absichten verdreht
darstellte. Mose hatte nie gesagt, nur er allein sei heilig. Mose wusste, dass „wen der Herr erwählt, der ist
heilig". Alle Autorität gehörte Gott und Er allein würde sie delegieren. Mose wusste, dass kein Mensch sein Amt
selbst auswählen kann.
Und niemand nimmt sich selbst die hohepriesterliche Würde,
sondern er wird von Gott berufen wie auch Aaron. (Hebräer 5:4)
„Ihr geht zu weit", hatte Korach zu Mose gesagt. „Nein,
Korach", antwortete Mose, „ihr geht zu weit".
Voller Würde bat Mose Korach und die übrigen Leviten, die sich
ihm angeschlossen hatten, dass sie doch die Ehre bedenken sollten, die Gott ihnen erwiesen hatte - die Ehre also,
ihr Amt an der Wohnung des Herrn auszuüben und vor die Gemeinde zu treten, um ihr zu dienen. „Ist’s euch zu
wenig?", fragte er sie.
Und Mose sprach zu Korach: Höret doch, ihr Söhne Levi! Ist’s
euch zu wenig, dass euch der Gott Israels ausgesondert hat aus der Gemeinde Israel, ihm zu nahen, damit ihr euer
Amt ausübt an der Wohnung des HERRN und vor die Gemeinde tretet, um ihr zu dienen? Er hat dich und mit dir alle
deine Brüder, die Söhne Levi, zu sich nahen lassen; und ihr sucht nun auch das Priestertum? Du und deine ganze
Rotte, ihr macht einen Aufruhr wider den HERRN! Es ist nicht Aaron, gegen den ihr murrt.
(4. Mose 16:8-11)
Mose liess die Leute wissen, dass sich ihre Revolte gegen Gott
richtete und nicht gegen ihn. Aber sein Appell nach Frieden und Ordnung stiess auf taube Ohren. Sie warfen ihm die
Worte ins Gesicht zurück. „Lass uns doch mal über das Wenige reden", sagten sie spöttisch.
Und Mose schickte hin und liess Datan und Abiram rufen, die
Söhne Eliabs. Sie aber sprachen: Wir kommen nicht! Ist’s nicht genug, dass du uns aus dem Lande geführt hast, darin
Milch und Honig fliesst, und uns tötest in der Wüste? Musst du auch noch über uns herrschen? Wie fein hast du uns
gebracht in ein Land, darin Milch und Honig fliesst, und hast uns Äcker und Weinberge zum Erbteil gegeben! Willst
du den Leuten auch die Augen ausreissen? Wir kommen nicht! (4. Mose 16:12-14)
Mose ergrimmte sehr, wie das Wort sagt. Gott hingegen hatte
eine ganz einfache Lösung im Sinn.
Da ergrimmte Mose sehr und sprach zu dem HERRN: Wende dich
nicht zu ihrem Opfer. Ich habe nicht einen Esel von ihnen genommen und habe keinem von ihnen ein Leid getan. Und
Mose sprach zu Korach: Du und deine ganze Rotte, ihr sollt morgen vor den HERRN kommen, du und sie und Aaron. Und
ein jeder nehme seine Pfanne und lege Räucherwerk darauf, und tretet hin vor den HERRN, ein jeder mit seiner
Pfanne, zweihundertundfünfzig Pfannen; auch du und Aaron, ein jeder mit seiner Pfanne. Und ein jeder nahm seine
Pfanne und legte Feuer hinein und tat Räucherwerk darauf, und sie traten vor die Tür der Stiftshütte und Mose und
Aaron auch. Und Korach versammelte gegen sie die ganze Gemeinde vor der Tür der Stiftshütte. Da erschien die
Herrlichkeit des HERRN vor der ganzen Gemeinde. Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: Scheidet euch
von dieser Gemeinde, damit ich sie im Nu vertilge. (4. Mose 16:15-21)
Ein geringerer Mensch hätte vielleicht gesagt: „Amen und
Halleluja! Tolle Idee!" Es ist nun mal eine Schwäche von uns Menschen, dass wir den Herrn um Barmherzigkeit
anflehen, wenn wir uns an anderen versündigen; tut dagegen jemand uns ein Unrecht an, so bitten wir um Gottes
unverzügliches Gericht.
Segnet, die euch verfolgen; segnet, und flucht nicht. (Römer
12:14)
Erstaunlicherweise fuhren Mose und Aaron fort, zugunsten der
Israeliten Fürbitte zu tun.
Sie fielen aber auf ihr Angesicht und sprachen: Ach Gott,
der du bist der Gott des Lebensgeistes für alles Fleisch, wenn ein einziger Mann gesündigt hat, willst du darum
gegen die ganze Gemeinde wüten? Und der HERR redete mit Mose und sprach: Sage der Gemeinde: Weicht ringsherum
zurück von der Wohnung Korachs und Datans und Abirams. Und Mose stand auf und ging zu Datan und Abiram, und die
Ältesten Israels folgten ihm nach; und er redete mit der Gemeinde und sprach: Weicht von den Zelten dieser
gottlosen Menschen und rührt nichts an, was sie haben, damit ihr nicht auch umkommt durch all ihre Sünde. Und sie
gingen hinweg von der Wohnung Korachs, Datans und Abirams. Datan aber und Abiram gingen heraus und traten an die
Tür ihrer Zelte mit ihren Frauen und Söhnen und kleinen Kindern. (4. Mose 16:22-27)
Nun war es an der Zeit, dass Mose eine Grenze
zog.
Und Mose sprach: Daran sollt ihr merken, dass mich der HERR
gesandt hat, alle diese Werke zu tun, und dass ich sie nicht tue aus meinem eigenen Herzen: (4. Mose
16:28)
Wenn Sie jemals in Ihrem Dienst für den Herrn mit Autorität
auftreten wollen, dann müssen Sie sicher sein, dass der Herr Sie gesandt hat, dieses Werk zu tun, und nicht Sie
selber.
Hier war die Offenbarung von Gott:
Werden sie sterben, wie alle Menschen sterben, oder
heimgesucht, wie alle Menschen heimgesucht werden, so hat mich der HERR nicht gesandt; wird aber der HERR etwas
Neues schaffen, dass die Erde ihren Mund auftut und sie verschlingt mit allem, was sie haben, dass sie lebendig
hinunter zu den Toten fahren, so werdet ihr erkennen, dass diese Leute den HERRN gelästert haben. (4. Mose
16:29-30)
Und hier war das unmittelbare und schreckliche Resultat: das
Wunder, das Mose auf das Wort des Herrn hin vollbrachte, um ein für alle Mal zu beweisen, dass sein Amt von Gott
kam und nicht von ihm selbst.
Und als er alle diese Worte beendet hatte, zerriss die Erde
unter ihnen und tat ihren Mund auf und verschlang sie mit ihren Sippen, mit allen Menschen, die zu Korach gehörten,
und mit all ihrer Habe. Und sie fuhren lebendig zu den Toten hinunter mit allem, was sie hatten, und die Erde
deckte sie zu, und sie kamen um, mitten aus der Gemeinde heraus. Und ganz Israel, das um sie her war, floh vor
ihrem Geschrei; denn sie dachten: Dass uns die Erde nicht auch verschlinge! Und Feuer fuhr aus von dem HERRN und
frass die zweihundertundfünfzig Männer, die das Räucherwerk opferten. (4. Mose 16:31-35)
In dem Moment, als diese Worte über Moses Lippen kamen,
„zerriss die Erde unter ihnen und tat ihren Mund auf und verschlang sie mit ihren Sippen, mit allen Menschen, die
zu Korach gehörten, und mit all ihrer Habe." Erdbeben sind in der Regel nicht dafür bekannt, so wählerisch zu sein.
Das ganze Lager rannte um sein Leben, einschliesslich der zweihundertfünfzig Männer, die das Räucherwerk
dargebracht hatten. Doch das Feuer des Herrn brachte auch sie zur Strecke und erschlug sie. Nicht eine schuldige
Person entkam. Nicht eine unschuldige Person wurde verletzt.
Weh ihnen! Denn sie gehen den Weg Kains und fallen in den
Irrtum des Bileam um Gewinnes willen und kommen um in dem Aufruhr Korachs. (Judas 11)
Man möchte denken, dass diese Lektion für den Rest des Lebens
reichen sollte. Damit würde man jedoch das unglaubliche Potential an Dummheit unterschätzen, das der Mensch
besitzt.
Am andern Morgen aber murrte die ganze Gemeinde der
Israeliten gegen Mose und Aaron, und sie sprachen: Ihr habt des HERRN Volk getötet. Und als sich die Gemeinde
versammelte gegen Mose und Aaron, wandten sie sich zu der Stiftshütte: Und siehe, da wurde sie bedeckt von der
Wolke, und die Herrlichkeit des HERRN erschien. Und Mose und Aaron gingen hin vor die Stiftshütte. Und der HERR
redete mit Mose und sprach: Hebt euch hinweg aus dieser Gemeinde; ich will sie im Nu vertilgen! Und sie fielen auf
ihr Angesicht. Und Mose sprach zu Aaron: Nimm die Pfanne und tu Feuer hinein vom Altar und lege Räucherwerk darauf
und geh eilends zu der Gemeinde und schaffe für sie Sühne; denn der Zorn ist von dem HERRN ausgegangen, und die
Plage hat angefangen. Und Aaron tat, wie ihm Mose gesagt hatte, und lief mitten unter die Gemeinde; und siehe, die
Plage hatte schon angefangen unter dem Volk. Da räucherte er und schaffte Sühne für das Volk und stand zwischen den
Toten und den Lebenden. Da wurde der Plage gewehrt. Die aber gestorben waren an der Plage, waren
vierzehntausendsiebenhundert, ausser denen, die mit Korach starben. Und Aaron kam wieder zu Mose vor die Tür der
Stiftshütte, und der Plage war gewehrt.
(4. Mose 17:6-15)
Der Tag kam, als Mose schliesslich der Kragen platzte, so dass
er im Zorn und nicht mehr aus Gehorsam handelte.
Und die ganze Gemeinde der Israeliten kam in die Wüste Zin
im ersten Monat, und das Volk lagerte sich in Kadesch. Und Mirjam starb dort und wurde dort begraben. Und die
Gemeinde hatte kein Wasser, und sie versammelten sich gegen Mose und Aaron. Und das Volk haderte mit Mose und
sprach: Ach dass wir umgekommen wären, als unsere Brüder umkamen vor dem HERRN! (4. Mose 20:1-3)
Es lässt einen erschaudern, wenn man eine solche Aussage
liest.
Warum habt ihr die Gemeinde des HERRN in diese Wüste
gebracht, dass wir hier sterben mit unserm Vieh? Und warum habt ihr uns aus Ägypten geführt an diesen bösen Ort, wo
man nicht säen kann, wo weder Feigen noch Weinstöcke noch Granatäpfel sind und auch kein Wasser zum Trinken ist?
(4. Mose 20:4-5)
Mose und Aaron verliessen die Gemeinde, um den Rat des Herrn
zu suchen. Mose wurde gesagt, er solle zu dem Felsen reden, „vor ihren Augen; der wird sein Wasser
geben".
Da gingen Mose und Aaron von der Gemeinde hinweg zur Tür der
Stiftshütte und fielen auf ihr Angesicht, und die Herrlichkeit des HERRN erschien ihnen. Und der HERR redete mit
Mose und sprach: Nimm den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet zu dem Felsen vor
ihren Augen; der wird sein Wasser geben. So sollst du ihnen Wasser aus dem Felsen hervorbringen und die Gemeinde
tränken und ihr Vieh.
(4. Mose 20:6-8)
Doch diesmal tat Mose nicht, wie ihm aufgetragen worden war.
Statt zu dem Felsen zu sprechen, schlug er
ihn, und das nicht einmal, sondern zweimal.
Da nahm Mose den Stab, der vor dem HERRN lag, wie er ihm
geboten hatte. Und Mose und Aaron versammelten die Gemeinde vor dem Felsen, und er sprach zu ihnen: Höret, ihr
Ungehorsamen, werden wir euch wohl Wasser hervorbringen können aus diesem Felsen? Und Mose erhob seine Hand und
schlug den Felsen mit dem Stab zweimal. Da kam viel Wasser heraus, so dass die Gemeinde trinken konnte und ihr
Vieh. (4. Mose 20:9-11)
Am Horeb hatte Gott Mose geboten, den Felsen zu schlagen, um
Wasser hervorzubringen.
Als aber dort das Volk nach Wasser dürstete, murrten sie
wider Mose und sprachen: Warum hast du uns aus Ägypten ziehen lassen, dass du uns, unsere Kinder und unser Vieh vor
Durst sterben lässt? Mose schrie zum HERRN und sprach: Was soll ich mit dem Volk tun? Es fehlt nicht viel, so
werden sie mich noch steinigen. Der HERR sprach zu ihm: Tritt hin vor das Volk und nimm einige von den Ältesten
Israels mit dir und nimm deinen Stab in deine Hand, mit dem du den Nil schlugst, und geh hin. Siehe, ich will dort
vor dir stehen auf dem Fels am Horeb. Da sollst du an den Fels schlagen, so wird Wasser herauslaufen, dass das Volk
trinke. Und Mose tat so vor den Augen der Ältesten von Israel. (2. Mose 17:3-6)
Dieser Fels symbolisierte Jesus Christus, den Fels unserer
Erlösung, der für unsere Sünden gekreuzigt wurde.
Kommet, lasset uns Jehova zujubeln, lasset uns zujauchzen
dem Felsen unseres Heils! (Psalm 95:1)
[UELB 1905]
… und haben alle denselben geistlichen Trank getrunken; sie
tranken nämlich von dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber war Christus. (1. Korinther
10:4)
Die Gabe Christi ist eine Quelle des Wassers, „das in das
ewige Leben quillt."
… wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe,
den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des
Wassers werden, das in das ewige Leben quillt. (Johannes 4:14)
Doch Christus wurde nur einmal gekreuzigt. Nachdem er die Gabe
der Erlösung bekommen hat, muss der reumütige Sünder seine Sünden vor Christus bekennen. Er muss zu dem Felsen
sprechen.
Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und
gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. (1. Johannes
1:9)
Dies war die Lektion, und Gott wollte, dass Mose sie dem Volk
Israel gegenüber präsentierte. Es gibt gewisse Bilder in der Bibel, von denen Gott nicht zulässt, dass sie
herabgewürdigt werden, selbst wenn dies bedeutet, dass ein Mensch sein Amt nicht mehr erfüllen kann. Dies trifft
besonders dann zu, wenn sich das Bild auf Christus bezieht. Das hier war eine solche Situation.
Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron: Weil ihr nicht an
mich geglaubt habt und mich nicht geheiligt habt vor den Israeliten, darum sollt ihr diese Gemeinde nicht ins Land
bringen, das ich ihnen geben werde. (4. Mose 20:12)
Dieses traurige Ereignis sollte jedoch nicht all das in den
Schatten stellen, was Mose für Gott vollbrachte. Auf dem Grabstein, den Mose selbst schrieb, verkündete Gott: „Es
stand hinfort kein Prophet in Israel auf wie Mose, den der HERR erkannt hätte von Angesicht zu
Angesicht."
Und Mose stieg aus dem Jordantal der Moabiter auf den Berg
Nebo, den Gipfel des Gebirges Pisga, gegenüber Jericho. Und der HERR zeigte ihm das ganze Land: Gilead bis nach Dan
und das ganze Naftali und das ganze Land Ephraim und Manasse und das ganze Land Juda bis an das Meer im Westen und
das Südland und die Gegend am Jordan, die Ebene von Jericho, der Palmenstadt, bis nach Zoar. Und der HERR sprach zu
ihm: Dies ist das Land, von dem ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe: Ich will es deinen Nachkommen geben.
- Du hast es mit deinen Augen gesehen, aber du sollst nicht hinübergehen. So starb Mose, der Knecht des HERRN,
daselbst im Lande Moab nach dem Wort des HERRN. Und er begrub ihn im Tal, im Lande Moab gegenüber Bet-Peor. Und
niemand hat sein Grab erfahren bis auf den heutigen Tag. Und Mose war hundertundzwanzig Jahre alt, als er starb.
Seine Augen waren nicht schwach geworden, und seine Kraft war nicht verfallen. Und die Israeliten beweinten Mose im
Jordantal der Moabiter dreissig Tage, bis die Zeit des Weinens und Klagens über Mose vollendet war. Josua aber, der
Sohn Nuns, wurde erfüllt mit dem Geist der Weisheit; denn Mose hatte seine Hände auf ihn gelegt. Und die Israeliten
gehorchten ihm und taten, wie der HERR es Mose geboten hatte. Und es stand hinfort kein Prophet in Israel auf wie
Mose, den der HERR erkannt hätte von Angesicht zu Angesicht, mit all den Zeichen und Wundern, mit denen der HERR
ihn gesandt hatte, dass er sie täte in Ägyptenland am Pharao und an allen seinen Grossen und an seinem ganzen
Lande, und mit all der mächtigen Kraft und den grossen Schreckenstaten, die Mose vollbrachte vor den Augen von ganz
Israel. (5. Mose 34:1-12)
Vergleichen Sie sein Ende mit seinem Anfang, und Sie können in
Mose einen Mann sehen, der lernte, dass es nicht darauf ankommt, wer er ist, sondern wer Gott
ist.
Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe
und führe die Israeliten aus Ägypten? … Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: So
sollst du zu den Israeliten sagen: „Ich werde sein", der hat mich zu euch gesandt. (2. Mose 3:11,
14)
Dies ist zweifellos eine Lektion, die Sie und ich in unserem
Herzen fest gegründet haben müssen, wenn wir unser Amt erfüllen wollen.
Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine
Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich,
sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. (1. Korinther 15:10)
Und Mose sprach: Daran sollt ihr merken, dass mich der HERR gesandt hat, alle diese
Werke zu tun, und dass ich sie nicht tue aus meinem eigenen Herzen: (4. Mose 16:28)
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